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    <title>039 Holzfassade – Planung, Material &amp; Details</title>
    <description>039 Holzfassade: Notizen zu Materialwahl, Konstruktion und den Details der Projektvorbereitung.</description>
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    <pubDate>Mon, 19 Oct 2026 12:04:30 +0200</pubDate>
    <lastBuildDate>Mon, 19 Oct 2026 12:04:30 +0200</lastBuildDate>
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      <item>
        <title>Photovoltaik und Holzfassade: Brandschutz, Hinterlüftung und Befestigung im Zusammenspiel</title>
        <description>&lt;p&gt;Eine Photovoltaikanlage an einer Holzfassade ist kein zweites, vom Wandaufbau getrenntes Vorhaben. Sie verändert den Schichtaufbau, den Luftweg und die Anschlüsse und berührt damit Punkte, die auch für die hinterlüftete Holzbekleidung selbst entscheidend sind. Dieser Artikel fasst zusammen, was bei der Kombination brandschutz-, anschluss- und statikseitig zu beachten ist, ohne dabei eine Anlagenauslegung oder eine objektspezifische Planung zu ersetzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://holzundhaus.github.io/1aholzbauessen/satellite-publisher/regenwasser-carport-terrassenueberdachung-essen/&quot;&gt;https://holzundhaus.github.io/1aholzbauessen/satellite-publisher/regenwasser-carport-terrassenueberdachung-essen/&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Warum PV an Holzfassade eine eigene Planungsfrage ist&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Module, ihre Unterkonstruktion und die Leitungsführung greifen in den vorhandenen Wandaufbau ein. Eine hinterlüftete Holzfassade besteht aus Wand, ggf. Dämmung, Wetterschutzebene, Unterkonstruktion, Luftzwischenraum und Bekleidung. Kommt eine PV-Ebene hinzu, entsteht eine zusätzliche Schicht vor der Bekleidung – entweder flächenbündig integriert oder mit Abstand montiert. Damit verschieben sich:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;die Tiefe des Luftzwischenraums und der freie Querschnitt für die Hinterlüftung,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;die Lasteinleitung in die Unterkonstruktion und in die Wand,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;die Anforderungen an die Anschlüsse an Sockel, Fenstern, Laibungen und oberem Abschluss,&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;die brandschutztechnische Bewertung des Hohlraums hinter der Bekleidung.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Ein bloßes Anbringen von Modulen an einzelnen Brettern entspricht weder dem Feuchtekonzept einer Holzfassade noch den Regeln für eine dauerhafte Befestigung.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Hinterlüftung und Luftweg nicht zubauen&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Hinterlüftung ist das Feuchtekonzept der Wand. Sie muss eingedrungene Feuchte kontrolliert abführen, und sie ist an Sockel, Fenstern und oberem Abschluss mit einem freien Querschnitt an Schutzgittern und Abschlussprofilen abzustimmen. Eine PV-Ebene wirkt hier wie eine zweite Haut:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Luftspalt vergrößern oder verkleinern:&lt;/strong&gt; Die Modulanordnung kann den vorhandenen Luftzwischenraum einengen. Dann muss der verbleibende Querschnitt ausreichen, um Feuchte abzuführen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Zu- und Abluft offen halten:&lt;/strong&gt; Sockel- und Traufdetail dürfen nicht durch Rahmen, Kabelkanäle oder Wechselrichtergehäuse verschlossen werden.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Unterkonstruktion der PV:&lt;/strong&gt; waagerechte Traghölzer oder Schienen unterbrechen einen geplanten vertikalen Luftweg nur dann nicht, wenn ihre Anordnung bewusst darauf abgestimmt ist – sonst ist eine zweite Lattungsebene sinnvoll.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Diese Punkte greifen die Logik der Hauptseite auf, dass Anschlüsse mehr sind als nur Fläche und dass Lattung und Luftweg gemeinsam zu planen sind. Für die PV-Ebene gilt das genauso.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Befestigung und Statik am Wandaufbau&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Module, Kabel und Wechselrichter bringen zusätzliche Eigenlasten sowie Wind- und Schneelasten in die Fassade ein. Die Lasten müssen über die Unterkonstruktion in die Wand abgetragen werden. Daraus ergeben sich drei zu trennende Nachweise:&lt;/p&gt;
&lt;ol&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Befestigung am Wandaufbau:&lt;/strong&gt; Die Module werden üblicherweise nicht in die Holzbekleidung geschraubt, sondern in die Unterkonstruktion oder in die Wand dahinter. Die Bretter der Bekleidung sind Wetterschutz, nicht Tragwerk.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Auswahl der Befestigungsmittel:&lt;/strong&gt; Material, Korrosionsklasse, Einschraubtiefe und Achsabstände sind abhängig von Untergrund und Lasten. Eine universelle DIY-Maßangabe wäre für unterschiedliche Gebäude nicht belastbar.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Lastweiterleitung:&lt;/strong&gt; Die Summe aus Bekleidung, Lattung, Dämmung, Wetterschutzebene und PV-Anlage muss die Wand als Ganzes aufnehmen können. Die Tragfähigkeit der Befestigung und der Feuchteschutz sind getrennt zu betrachten.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;Im Bestand kommt hinzu, dass vorhandene Wandaufbauten, Verankerungsgründe und ggf. eine Bestandsdämmung die Auswahl der Befestigungspunkte bestimmen. Vor der Montage sollte klar sein, in welcher Schicht die Verankerung tatsächlich sitzt.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Brandschutz und Hohlraumkonzept&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Hinterlüftete Hohlräume sind Teil des Brandschutzkonzepts eines Gebäudes. Eine PV-Ebene verändert deren Geometrie und Belüftung. Zu prüfen sind:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Gebäudeklasse und BayBO Art. 26:&lt;/strong&gt; Anforderungen und Ausnahmen sind gebäudeklassenbezogen und müssen für das konkrete Objekt eingeordnet werden.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Bekleidung und Wetterschutz:&lt;/strong&gt; Die Wetterschutzebene hinter der Holzbekleidung muss für die Beanspruchung geeignet bleiben. Eine offene Fuge ist kein Ersatz für eine geschlossene Schalung.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Modul- und Kabeldurchführungen:&lt;/strong&gt; Jede Durchdringung der Wetterschutzebene ist eine zusätzliche Schnittstelle zwischen Wand und Außenluft – und damit auch eine Frage für Feuchte- und Brandschutz.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;&lt;strong&gt;Abschaltung und Leitungsführung:&lt;/strong&gt; Die elektrische Seite gehört in die Hand von Elektrofachbetrieben. Die brandschutzgerechte Leitungsführung im Hohlraum ist eine Schnittstelle zur Fassadenplanung.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Eine Abstimmung von Fassaden-, Elektro- und Brandschutzplanung ist bei PV an Holzfassade regelmäßig der Engpass. Der Brandschutznachweis für die Fassade berücksichtigt die PV üblicherweise nicht von sich aus.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Anschlüsse als wiederkehrende Schwachstelle&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Anschlussbereiche sind die Stellen, an denen mehrere Bauteile zusammentreffen. Bei PV an Fassade kommen Anschlussdetails in mehreren Ebenen zusammen: am Sockel mit Spritzwasser, an Fenstern und Laibungen, am oberen Abschluss und an Gebäudekanten. Für jede dieser Stellen gilt:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Regen- und Lüftungsführung müssen trotz Modulrahmen und Schienen funktionieren.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Schutzgitter und Profile brauchen einen freien Querschnitt, der nicht durch Modulzargen verstellt wird.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Kabeldurchführungen sollten geplant und nicht improvisiert erfolgen – auch mit Rücksicht auf spätere Inspektion und Reinigung.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Die Kontrolle dieser Stellen bei Abnahme und in den ersten Betriebsjahren gehört zu den Punkten, an denen sich zeigt, ob die PV-Anlage tatsächlich in den Feuchte- und Brandschutzkonzept der Fassade eingebunden ist.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Vor der Entscheidung – was vor Ort zu klären ist&lt;/h2&gt;
&lt;ul&gt;
&lt;li&gt;Vorhandener Wandaufbau mit Schichten, Verankerungsgrund und ggf. Bestandsdämmung dokumentieren.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Gebäudeklasse, Lage, Schutzstatus und Anforderungen aus BayBO Art. 26 für das Objekt prüfen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Freien Querschnitt für die Hinterlüftung vor und nach der PV-Montage rechnerisch gegenüberstellen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Befestigungspunkte, Befestigungsmittel und Lastweiterleitung mit Statik und Untergrund abstimmen.&lt;/li&gt;
&lt;li&gt;Leitungsführung, Wechselrichterstandort und Abschaltpunkte mit Elektrofachbetrieb und Brandschutzkonzept abstimmen.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Photovoltaik an einer Holzfassade ist kein reiner Fassaden-, PV- oder Elektroauftrag. Die Hinweise ersetzen keine objektspezifische Planung und keine behördliche Einordnung; sie zeigen nur, an welchen Stellen die Planung ineinandergreifen muss. Weitere Hintergründe zum Feuchte- und Schichtaufbau einer Holzfassade liefert der Ratgeber zur Hinterlüftung.&lt;/p&gt;

&lt;!-- satellite-publisher-b1da8dc69a60b5a17d5a02e5 --&gt;
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        <pubDate>Sun, 18 Oct 2026 16:45:00 +0200</pubDate>
        <link>https://039holzfassade-de1181.gitlab.io/photovoltaik-holzfassade-brandschutz-hinterlueftung-befestigung/</link>
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      </item>
    
      <item>
        <title>Modifiziertes Holz an der Fassade: Thermoholz, Accoya und Verarbeitungsregeln</title>
        <description>&lt;p&gt;Die Hauptseite zu Holzarten für Fassaden behandelt modifiziertes Holz bislang nur als kurze Variante. Dieser Ratgeber ordnet die Werkstoffgruppe systematisch ein: Welche Eigenschaften Thermoholz und acetyliertes Holz wie Accoya mitbringen, wo ihre Stärken liegen, welche Befestigung und Verarbeitung sie verlangen und wie sie sich gegen unbehandelte Hölzer wie Lärche, Douglasie oder Fichte abgrenzen.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;https://holzundhaus.github.io/1aholzbauessen/satellite-publisher/regenwasser-carport-terrassenueberdachung-essen/&quot;&gt;Regenwasser von Carport und Terrassenüberdachung richtig führen: drei Wege und was in die Anfrage gehört&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Was bedeutet „modifiziertes Holz&quot;?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Modifizierte Hölzer sind keine neuen Arten, sondern heimische Nadelhölzer – meist Fichte, Kiefer oder auch Laubhölzer –, deren Zellstruktur durch ein nicht-chemisches Verfahren dauerhaft verändert wird. Ziel ist es, die biologische Abbaubarkeit und die Feuchtebewegung des Holzes zu verringern, ohne biozide Wirkstoffe ins Material einzubringen. Die zwei wichtigsten Verfahren für Fassaden sind:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;&lt;strong&gt;Thermoholz&lt;/strong&gt;: Das Holz wird unter Sauerstoffabschluss auf etwa 160 bis 215 °C erhitzt. Zellbestandteile werden teilweise abgebaut, die Wasseraufnahme sinkt, die Dauerhaftigkeit gegen Pilzbefall steigt – bei abnehmender Biegefestigkeit und spröder werdender Oberfläche.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;&lt;strong&gt;Acetyliertes Holz (am Markt vor allem Accoya)&lt;/strong&gt;: Die Zellwände werden mit Essigsäureanhydrid behandelt. Hydroxylgruppen werden blockiert, das Holz nimmt deutlich weniger Feuchte auf, quillt und schwindet weniger und erreicht laut Hersteller eine sehr hohe Dauerhaftigkeitsklasse.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Anders als bei chemischem Holzschutz verändert sich das Holz selbst, nicht nur ein Anstrich. Eigenschaften wie Dimensionsstabilität, Härte oder Bearbeitbarkeit sind dadurch dauerhaft anders als beim Ausgangsholz.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Eigenschaften im Vergleich zu naturbelassenen Fassadenhölzern&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Die Hauptseite nennt Lärche, Douglasie und Fichte als übliche Materialien für naturbelassene Fassaden. Modifizierte Hölzer verschieben einige Eigenschaften, andere bleiben vergleichbar:&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Dauerhaftigkeit und Feuchteverhalten&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Thermoholz und acetyliertes Holz nehmen langsamer Wasser auf und geben es langsamer wieder ab. Das reduziert das Quellen und Schwinden – einer der Hauptursachen für Risse, Verformungen und offene Fugen an der Fassade. Accoya wird vom Hersteller in die höchste Dauerhaftigkeitsklasse eingestuft; Thermoholz verbessert sich deutlich gegenüber unbehandelter Fichte oder Kiefer, erreicht aber nicht zwingend dieselbe Klasse.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Optik und Vergrauung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Thermoholz hat durch die Hitzebehandlung einen dunkleren, bräunlichen Ton, der mit der Zeit vergraut. Accoya ist heller und vergraut ähnlich wie andere helle Laubhölzer. Wie bei jeder unbeschichteten Holzfassade gilt: Geschützte und frei bewitterte Bereiche altern ungleichmäßig. Wer einen festen Farbton halten will, muss Beschichtung und Wartung einkalkulieren – das betrifft modifizierte Hölzer nicht anders als Lärche oder Douglasie.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Festigkeit und Bearbeitbarkeit&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Thermoholz verliert durch die thermische Behandlung an Biegefestigkeit und wird spröder. An der Fassade wirkt das vor allem bei dünnen Profilen und bei Befestigungen: Kanten splittern leichter, Schrauben können ohne Vorbohren ausreißen. Accoya bleibt in der Festigkeit näher am Ausgangsholz, ist aber ebenfalls dichter und damit härter als Fichte.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Verarbeitungsregeln an der Fassade&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Wer modifiziertes Holz verarbeitet, kann sich nicht auf allgemeine Regeln für Fassadenholz verlassen. Die Vorgaben des jeweiligen Produkts haben Vorrang – das hebt auch die Hauptseite für die Holzartenwahl hervor.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Befestigung und Verbindungsmittel&lt;/h3&gt;
&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;Edelstahlschrauben oder -Klammern werden empfohlen, um Korrosion und dunkle Streifen zu vermeiden.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Bei Thermoholz ist Vorbohren sinnvoll, weil das sprödere Material zum Reißen neigt.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Bei acetyliertem Holz können wegen der sehr geringen Feuchtebewegung auch unsichtbare Systeme wie Clips funktionieren – Voraussetzung ist die Freigabe des Systemanbieters.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Der Abstand der Befestigungspunkte richtet sich nach dem Profil und nicht allein nach der Holzart.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;h3&gt;Konstruktiver Holzschutz und Anschlüsse&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Die Verbesserung der Holzsubstanz entlastet den baulichen Holzschutz nicht. Offene oder geschlossene Bekleidung, Hinterlüftung, Tropfkanten, Sockelabstand und Anschlüsse an Fenster, Ecken und Dach bleiben entscheidend. Stehende Feuchte ist auch bei modifiziertem Holz der größte Risikofaktor.&lt;/p&gt;
&lt;h3&gt;Oberflächenbehandlung&lt;/h3&gt;
&lt;p&gt;Beide Werkstoffe sind grundsätzlich für Lasuren, Öle und deckende Beschichtungen geeignet. Allerdings haften manche Systeme auf der dichteren, teilweise weniger saugfähigen Oberfläche anders als auf Fichte – Herstellerhinweise und Musterflächen sind hier Pflicht. Vorvergrauungslasuren werden vielfach eingesetzt, um den Startton anzupassen; ein gleichmäßiges Bild über alle Gebäudeseiten ist davon trotzdem nicht zu erwarten.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Abgrenzung: Wann lohnt sich modifiziertes Holz?&lt;/h2&gt;
&lt;p&gt;Modifiziertes Holz ist kein Ersatz für ein durchdachtes Fassadensystem. Es verschiebt aber das Verhältnis zwischen Material- und Konstruktionsaufwand:&lt;/p&gt;
&lt;ul&gt;
  &lt;li&gt;&lt;strong&gt;Lärche und Douglasie&lt;/strong&gt; bleiben die Referenz für naturbelassene, heimisch geprägte Fassaden mit typischer Vergrauung – die Entscheidung fällt über Qualität, Astbild, Profil und Befestigung.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;&lt;strong&gt;Fichte&lt;/strong&gt; funktioniert nur mit passendem Schutz- und Beschichtungskonzept und regelmäßiger Kontrolle.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;&lt;strong&gt;Thermoholz&lt;/strong&gt; ist eine Option, wenn Dimensionsstabilität und geringere Feuchteaufnahme wichtiger sind als maximale Festigkeit – etwa bei flachen Profilen und dunkler Beschichtung.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;&lt;strong&gt;Accoya und vergleichbare acetylierte Hölzer&lt;/strong&gt; spielen ihre Stärke aus, wenn hohe Dauerhaftigkeit bei niedriger Wartung gefragt ist – mit entsprechend höherem Materialeinsatz.&lt;/li&gt;
&lt;/ul&gt;
&lt;p&gt;Ein direkter Vergleich der Werkstoffe führt selten zu einem klaren Sieger. Material, Feuchtebeanspruchung, Konstruktion und Pflegekonzept müssen zusammenpassen – das gilt für modifiziertes Holz nicht weniger als für jede andere Fassadenwahl. Die Seite zu Holzarten für Holzfassaden bündelt diese Entscheidungen und führt die genannten Materialfamilien als Gesprächsgrundlage zusammen.&lt;/p&gt;

&lt;h2&gt;Praktische Schritte vor der Bestellung&lt;/h2&gt;
&lt;ol&gt;
  &lt;li&gt;Konkrete Produktbezeichnung, Hersteller und Datenblatt anfordern – allgemeine Verfahrensbegriffe reichen nicht.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Eigenschaften abfragen: Dauerhaftigkeitsklasse, zulässige Profile, empfohlene Befestigung, geprüfte Beschichtungssysteme, Quell- und Schwindmaße.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Eine ausreichend große Musterfläche im Freien über mehrere Monate beobachten, bevor entschieden wird.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Klären, ob das ausgewählte Profil zu offener oder geschlossener Bekleidung passt und welche Unterkonstruktion das System verlangt.&lt;/li&gt;
  &lt;li&gt;Wartungs- und Beschichtungsintervalle verbindlich vereinbaren, gerade bei flachem oder dunklem Einsatz.&lt;/li&gt;
&lt;/ol&gt;
&lt;p&gt;So fließt die Werkstoffwahl in die gleiche Logik ein, die auch für Lärche, Douglasie oder Fichte gilt: Holzart und Verfahren sind erst der Anfang – Profil, Anschlüsse, Unterkonstruktion und Pflege entscheiden, wie die Fassade über Jahre funktioniert.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;strong&gt;Hinweis:&lt;/strong&gt; Die Werkstoffbezeichnungen und Verfahrensangaben in diesem Artikel entsprechen der allgemeinen Fachliteratur zu modifizierten Hölzern. Produktspezifische Werte wie Dauerhaftigkeitsklassen, zulässige Feuchten oder Befestigungsvorgaben variieren je nach Hersteller und sind dem jeweiligen Datenblatt zu entnehmen. Dieser Beitrag ersetzt keine objektspezifische Planung.&lt;/p&gt;
&lt;nav aria-label=&quot;Weitere Websites&quot;&gt;&lt;p&gt;Weitere Websites: &lt;a href=&quot;https://holzundhaus.github.io/039holzfassade&quot;&gt;holzundhaus.github.io/039holzfassade&lt;/a&gt; · &lt;a href=&quot;https://039holzfassade.pages.dev&quot;&gt;039holzfassade.pages.dev&lt;/a&gt; · &lt;a href=&quot;https://039holzfassade.wordpress.com&quot;&gt;039holzfassade.wordpress.com&lt;/a&gt; · &lt;a href=&quot;https://039holzfassade.blogspot.com&quot;&gt;039holzfassade.blogspot.com&lt;/a&gt; · &lt;a href=&quot;https://039holzfassade.tumblr.com&quot;&gt;039holzfassade.tumblr.com&lt;/a&gt; · &lt;a href=&quot;https://039holzfassade.netlify.app&quot;&gt;039holzfassade.netlify.app&lt;/a&gt; · &lt;a href=&quot;https://bitbucket.org/holzdach/039holzfassade&quot;&gt;bitbucket.org/holzdach/039holzfassade&lt;/a&gt;&lt;/p&gt;&lt;/nav&gt;

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        <pubDate>Mon, 12 Oct 2026 13:00:00 +0200</pubDate>
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